08. Januar 2024 | #Training   #Gesundheit   #Abnehmen   #Achtsamkeit   #Mindset  

Die Wissenschaft hinter den Vorsätzen: Warum so viele scheitern und wie du dazugehörst, die es schaffen

 

Jedes Jahr dasselbe Spiel:

Du triffst auf der Silvesterparty eine heroische Entscheidung, um dein Leben zum Besseren zu wenden. "Ab morgen wird alles anders!" verkündest du. Gesünder essen, mehr Sport treiben, weniger am Handy hängen – die Liste ist lang und ambitioniert. Doch nur wenige Wochen später ist von all dem Elan oft nicht mehr viel übrig. Gehörst auch du zu denen, die sich fragen, warum die eigenen Vorsätze regelmäßig scheitern? Und noch wichtiger, möchtest du wissen, wie du dieses Muster durchbrechen und endlich zu denen gehören kannst, die ihre Ziele erreichen?

 

Die hartnäckige Macht der Gewohnheit

Verstehen wir zuerst, warum das Scheitern an Neujahrsvorsätzen so verbreitet ist. Dein Gehirn liebt Routinen, weil sie effizient sind. Neue Verhaltensweisen zu etablieren, erfordert konstante bewusste Anstrengung und das ist anfangs mühsam und energieraubend. Oft gibt das Hirn der Gewohnheit nach und verfällt in den Autopilot-Modus zurück. Ganz nach dem Motto: "Warum etwas Neues lernen, wenn das Alte so gut klappt?"

 

Was steht dir im Weg? Psychologische Barrieren erkennen

Es gibt tiefliegende psychologische Gründe, die dich von deinen Zielen abbringen. Vielleicht fehlt dir die intrinsische Motivation? Es könnte auch sein, dass deine Ziele zu überwältigend groß sind und schon der Gedanke, wo du anfangen sollst, dich lähmt. Oft ist es auch die Angst vor dem Scheitern, die verhindert, dass du überhaupt startest. Oder tiefsitzende, selbstbeschränkende Überzeugungen rauben dir den Glauben an deine Fähigkeiten.

Das Überwinden dieser psychologischen Barrieren ist wie eine Reise durch unbekanntes Terrain. Das Verständnis dieser inneren Hindernisse ist entscheidend, um sie zu überwinden. Hier sind einige der häufigsten psychischen Blockaden, die dich von deinen Vorsätzen abhalten können, und bewährte Strategien, um sie zu überwinden:

1. Angst vor Veränderung: Jede Veränderung kann unheimlich sein. Diese Angst könnte dich unbewusst davon abhalten, auch notwendige Schritte für deine Vorsätze zu unternehmen. Konfrontiere diese Angst, indem du dir klar machst, dass Veränderung oft notwendig für Wachstum ist und dass du, auch wenn du scheiterst, wertvolle Erfahrungen sammelst.

2. Fehlende Selbstwirksamkeit: Wenn du glaubst, dass du keinen Einfluss auf dein eigenes Leben hast, wird es schwer, motiviert zu bleiben. Arbeite daran, dein Selbstvertrauen zu stärken. Setze dir zunächst kleinere, erreichbare Ziele, um ein Gefühl der Kontrolle zu erlangen.

3. Unklare Zielsetzung: Wenn du nicht genau weißt, was du willst, kannst du leicht vom Weg abkommen. Formuliere deine Vorsätze so klar und detailliert wie möglich. Statt "ich möchte abnehmen" versuche "ich möchte bis Juni fünf Kilogramm abnehmen, indem ich dreimal die Woche Sport treibe und täglich meine Kalorien zähle".

4. Perfektionismus: Das Streben nach dem Perfekten kann lähmen und dazu führen, dass du bei der ersten Hürde aufgibst. Akzeptiere, dass Misserfolge und Rückfälle zum Prozess gehören und dass jeder Schritt, egal wie klein, ein Fortschritt ist.

5. Mangel an Stabilität oder Routine: Wenn dein Alltag chaotisch ist, sind Vorsätze schwer umzusetzen. Versuche, feste Routinen zu entwickeln, die dir helfen, deine neuen Gewohnheiten zu stärken.

6. Sofortige Belohnung versus langfristige Ziele: Dein Gehirn ist programmiert, sofortige Belohnung über langfristige Gewinne zu stellen. Um diesem Verlangen entgegenzuwirken, finde Wege, dich kurzfristig zu belohnen, wenn du deine längerfristigen Vorsätze befolgst.

7. Sozialer Druck und Vergleich: Es ist leicht, sich von anderen beeinflussen zu lassen oder sich mit ihnen zu vergleichen. Konzentriere dich auf deine eigenen Fortschritte und Erfolge, nicht auf die anderer.

8. Fehlende Achtsamkeit: Manchmal erkennen wir gar nicht, wann wir automatisch in alte Muster verfallen. Achtsamkeit kann dir helfen, dir deiner Handlungen bewusst zu werden und sie zu steuern.

Der Weg ist das Ziel
Erkenne, dass keiner dieser Punkte eine unüberwindbare Wand darstellt, sondern vielmehr eine Herausforderung ist, die du meistern kannst. Indem du die psychologischen Barrieren besser verstehst und gleichzeitig Strategien entwickelst, um mit ihnen umzugehen, wirst du resilienter gegenüber den unausweichlichen Stolpersteinen auf dem Weg zu deinen Zielen.

 

Wissenschaftsbasierte Strategien für deinen Erfolg

Jetzt aber genug der Herausforderungen – lass uns über Lösungen sprechen. Wie kannst du der Statistik trotzen und deine Vorsätze in die Realität umsetzen? Im letzten Magazinbeitrag haben wir bereits die SMART-Methode kennengelernt, mit der man sich gut merken kann, wie man Ziele sinnvoll definiert. In diesem Artikel ergänzen wir diese um ein paar psychologische Tricks und Strategien, die Wissenschaftler empfehlen und die an die SMART-Methode anknüpfen:

1. Sei spezifisch: "Mehr Sport" ist ein frommer Wunsch. "Jeden Montag, Mittwoch und Freitag nach der Arbeit joggen gehen" ist ein konkreter Plan.

2. Teile große Ziele in kleine Häppchen: Setze dir für jede Woche oder jeden Monat kleinere Teilziele, die dich deinem großen Ziel näherbringen. Das macht es weniger entmutigend und fördert das Erfolgserlebnis.

3. Integriere neue Gewohnheiten in alte Routinen: Klebe nach dem Aufstehen gleich den Workout-Plan an den Kühlschrank, damit du nicht vergisst, was du dir vorgenommen hast.

4. Sei nachsichtig mit dir selbst: Ein Rückfall bedeutet nicht das Ende. Es ist ein Teil des Prozesses. Es geht darum, dranzubleiben und nicht darum, perfekt zu sein.

5. Visualisiere deinen Erfolg: Stell dir vor, wie du deine Ziele erreichst. Das gibt dir Kraft und Motivation für den Weg dahin.

6. Hol dir Unterstützung: Teile deine Vorsätze mit Freunden oder Familie. Sie können dich anfeuern und du hast direkt eine Verantwortlichkeit ihnen gegenüber.

7. Belohne dich für Teilerfolge: Gönn dir etwas Schönes, wenn du einen Meilenstein erreicht hast. Das hält die Motivation aufrecht.

8. Finde dein "Warum": Wenn du weißt, warum du etwas erreichen möchtest, sind Rückschläge nur kleine Hürden auf deinem Weg.

9. Dokumentiere deine Fortschritte: Tagebuch führen oder Apps nutzen, die deine Erfolge sichtbar machen, können eine große Hilfe sein.

10. Bleib dran, auch wenn es schwer wird: Dein Gehirn braucht Zeit, um Gewohnheiten zu verändern. Sei geduldig mit dir und lass dich nicht entmutigen.

 

Du hast die Kontrolle

Deine Vorsätze für das neue Jahr müssen kein Wunschdenken bleiben. Mit den richtigen Strategien, einer Portion Geduld und einem tiefen Verständnis für die Psychologie hinter deinen Handlungen stehen die Chancen gut, dass du diesmal zu den Gewinnern gehörst. Also, worauf wartest du? Starte dein Abenteuer, und dieses Mal, sei auf die Hürden vorbereitet, aber auch darauf, sie zu überwinden. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken!

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